Die Früchte des Herbstes

Hagebutten

Hagebutten sind reich an Vitamin C (500-1000mg/100g), Carotinoiden und Pektin (Futter für die Darmbakterien).  Um gut durch den Winter zu kommen halbiere ich die Früchte und trockne sie. Daraus kann man sich dann einen Vitamin C reichen Tee machen. Lange habe ich gedacht das Vitamin C durch Hitze zerstört wird, kürzlich habe ich jedoch gelernt dass das Vitamin mit Coenzymen eingebunden ist und so keim kurzen kochen oder bei einem Teeaufguss erhalten bleibt.

Sind die Früchte schon weich kann man sie durch eine „Flotte Lotte“ passieren und aus dem Mark Hagebuttenpralinen machen oder es auch einfrieren. Den Rückstand im Sieb nicht wegschmeissen sondern auf eine Paraflex Folie streichen und im Dörrgerät trocknen. Hiervon kann man sich dann auch wieder einen Tee aufgießen.

Walnüsse

Die Walnuss hat wie alle anderen Nüsse einen hohen Fettgehalt, jedoch ist sie auch reich an Omega 3 Fettsäuren.  Sie enthält viele Antioxidantien,  B-Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Da alle Nüsse Phytinsäure (Fraßschutzstoff) enthalten, welcher enzymhemmend ist und sich auf die Verdauung auswirkt, aktiviere ich grundsätzlich alle Nüsse. Das macht sie leichter verdaulich und bei Nussallergikern lösen sie weniger Allergien aus. Walnüsse weiche ich für ca. 12 Stunden in Wasser ein, spüle sie gut ab und wenn ich sie nicht gleich verwende trockne ich sie im Dörrgerät. Das mache ich immer in größeren Mengen so das ist stets einen Vorrat an aktivierten Nüssen in der Küche habe.

Kastanien

Der Herbst hält viele tolle Früchte, Nüsse und Saaten für uns bereit. Neben den Esskastanie (Maronie) gibt es auch die Rosskastanie. Ihre Früchte lassen sich zwar nicht essen aber man kann Waschmittel daraus machen.

Die Kastanie enthält viele Saponine, das sind oberflächenaktive Substanzen (Tenside), die in wässriger Lösung Schaum bilden; sie dienen der Herabsetzung der Oberflächenspannung polarer Flüssigkeiten.

Und so geht es: einfach die Kastanie vierteln und dann im Dörrgerät oder Backofen trocknen. Wenn ihr auch helle Wäsche damit waschen wollt dann müsst ihr die Kastanien schälen. Die braune Schale würde eure Wäsche sonst verfärben. Bei dunkler Wäsche fällt das aber nicht ins Gewicht.

Am Vortag einfach eine handvoll  Kastanien einweichen. Das Einweichwasser dann durch ein Sieb in das Waschmittelfach geben.  Damit die Wäsche schön duftet gebe ich in das Weichspülerfach immer noch etwas ätherisches Öl. Das Kastanienwaschmittel selbst ist duftneutral.

So hab ihr eine kostengünstige, umweltschonende Alternative zu herkömmlichem Waschmittel.

Eicheln

Früher wurden Eicheln sehr vielfältig genutzt. Man hat daraus Brot und Kaffee gemacht oder auch lustige Männchen.

Eicheln enthalten viele Gerbstoffe, unbehandelt würden sie nicht sehr gut schmecken. Ich weiche die Eicheln 3-4 mal für 12 Stunden in Natronwasser ein. Wenn sich das Wasser nicht mehr braun färbt sollten meisten Gerbstoffen raus sein.

Nach dem ich sie dann gut abgespült habe dörre ich sie bei 42°C so lange bis sie richtig trocken sind. Danach mahle ich sie zu Mehl. Das Mehl verwende ich dann z.B. für Broht oder Gewürzkugeln.

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